Neugründung der AfA in Waldeck-Frankenberg

Veröffentlicht am 12.08.2019 in Landkreis

WALDECK-FRANKENBERG

Die SPD im Unterbezirk Waldeck-Frankenberg hat sich dazu entschlossen, auch in unserem Landkreis wieder eine Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) zu gründen, um so den Anliegen und den individuellen Interessen der Arbeitnehmerschaft vor Ort gerechter zu werden. 

Am Donnerstag, dem 15. August 2019, findet daher auf Einladung des SPD-Unterbezirks Waldeck-Frankenberg eine Versammlung im Hotel Goldflair in Korbach statt, die eine Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im Landkreis vorsieht. 

 

Hüterin des Sozialstaats

 

Die SPD versammelt viele Arbeitsgemeinschaften unter ihrem Dach – neben der mitgliederstärksten AfA oder den Jusos sind etwa die SPD-Frauen oder die AG 60 plus für Senioren allgemein bekannt. Wozu braucht die Arbeitnehmerpartei SPD nun eine AfA? „Die SPD ist eine Volkspartei, die alle gesellschaftlichen Gruppen abbildet“. Die AfA, die man als Hüterin des Sozialstaats verstehen kann, hat laut Präambel „gute Arbeit“ und „soziale Gerechtigkeit“ als Leitmotive. 

„Arbeit steht bei uns im Mittelpunkt“ unseres Handelns, so der Bezirksvorsitzende Ludwig Vogt in einer von mehreren internen Veranstaltungen, die die SPD vor Ort zur Strukturierung nutzte.  

Das Arbeitsleben stehe jedoch im Sturm von Globalisierung und Rationalisierung und drohe seine menschliche und demokratische Qualität einzubüßen. Wichtige Themen, die die dem linken Spektrum der SPD zuzuordnende AfA umtreiben, ist etwa die Rente mit 67 mit ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Agenda 2010 aus der Ära von Bundeskanzler Schröder. Es entstand ein großes Feld der Leiharbeit, das es gilt in reguläre Beschäftigungsverhältnisse zurückzudrängen. Leiharbeit dürfe nur in bestimmten Fällen wie zum Abfangen von Auftragsspitzen eingesetzt und dürfe nicht als probates Mittel gegen reguläre Beschäftigungen ausgespielt werden. Vielmehr bedarf es einer allgemeinen Neuordnung des Arbeitsmarktes.  

Doch nicht alle Mitglieder der AfA sind SPD-Mitglieder, „die Arbeitsgemeinschaften stehen allen offen, die arbeitspolitisch orientiert mitarbeiten wollen bei der SPD“.

     

Neben Sozialdemokraten engagieren sich vorwiegend Gewerkschafter, Personalvertretungen und Betriebsräte, die sich für die Etablierung der Arbeitsgemeinschaft einsetzten und diese bis zum heutigen Tage stark machen